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Werkebeschreibung
Klavier

In den Kompositionen für Klavier von Jean François de Guise steht immer die Tonfarbe im Vordergrund. Fast scheint es, dass de Guise virtuose „Tasten-Akrobatik“ meidet, bis sich der Spieler mit der Komposition auseinandersetzt. Schon in „Klangbilder“ verwendet de Guise fast ausschließlich ruhige Tonverläufe. Cluster schaffen Raum und perkussive Momente auf den Saiten vermitteln weitere Eindrücke im Werk. In der Komposition „3 Aquarelle“ schafft de Guise den Spagat zwischen tonalem Klang-Kolorit und eigener kompositorischer Vorstellung. Stephan Kozinski, ein US-amerikanischer Pianist, Dirigent und Komponist, der diese Komposition aus der „Taufe“ hob, bemerkte anerkennen die Nähe zu Erik Satie, der auch in der Tat de Guise zu diesen Stücken inspiriert hatte. Auf ein wirkliches Aquarell fußt die „Petite Allégorie sur une Aquarelle de Fridolin M. Kraska“ Auch dieses Werk ist pianistisch nicht sofort in allen Dimensionen zu erfassen und bedarf hohes Können, dieses bewies die japanische Pianistin Minako Schneegass eindrücklich bei der Uraufführung. Die Werke „Fragment (2007)“, „Frammento abbozzato“, „Conversione“, „Étude minimiser“ und „Skizze für Klavier“ gehören in eine Reihe von Kompositionen, die konzepthaften Charakter besitzen. Jean François de Guise komponierte für fast jedes Instrument solche kurze, aber spannungsreiche, Werke. Das größte Klavierstück stellt das „Concerto isolato“ vor, welches der Komponist anlässlich der „Dessauer Musikwerkstatt“ 2007 uraufführte. Die „Esclamazioni per Piano“, die 2010 entstanden wurden eigens für „Jugend musiziert 2011“ komponiert, stehen aber nicht in Verdacht pianistisch beschaulich zu sein.