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Klaus-Peter Schneegass, der am 14. Oktober 1962 in Bremen geboren wurde, studierte Komposition und Klavier an der Hochschule für Künste Bremen bei Luciano Ortis und Komposition an der Hochschule der Künste Berlin als Meisterschüler von Friedrich Goldmann; mit zusätzlichen Studien bei Cristóbal Halffter konnte er weitere Möglichkeiten des Komponierens entdecken und sich zu eigen machen.

Das Klavier, welches für ihn nicht nur Wegbegleiter in seiner musikalischen Ausbildung war, versteht er ebenso für sich als Ausdrucksmittel zu nutzen, wie die vielfältigen Farbschattierungen in seinen zahlreichen Werken der Kammer- und Orchestermusik. Am besten legen hierfür seine farbenfrohen Klangbilder im kammermusikalischen Bereich oder die mannigfaltigen Solokompositionen für das Klavier Zeugnis ab.

Diese sehr virtuosen Werke sind Resultat eines ausführlichen Studiums dieses Instrumentes.

So belegte er im Fach Klavier nicht nur Meisterkurse bei Tiny Wirtz, Christian Zacharias, Robert Levin und Germaine Mounier, sondern nahm weiterhin als Komponist u. a. mehrmals an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil.

Seine Kompositionen erlebten zahlreiche Aufführungen in Europa (u. a. bei dem Festival der zeitgenössischen Musik in Orléans, Frankreich 2002; oder anlässlich des 14. Welt-Saxophon-Kongresses in Ljubljana, Slowenien 2006) und Japan (u. a. in Osaka und Kyoto). Es folgten diverse Konzertmitschnitte sowie Rundfunk- und CD-Produktionen eigener Werke bei Radio Bremen, Bayer–“ebs-records“ und Tonstudio “ölmühle“, die seine kompositorische Arbeit im größeren Rahmen bekannt machten.

Seine Musik zeichnet sich generell durch den hohen technischen Anspruch an die Interpreten aus,

der durchweg mit akribisch einzuhaltenden Nuancierungen in Tempo, Dynamik und Klangcharakter gepaart ist.

Daher war es also nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Fachwelt auf Klaus-Peter Schneegass aufmerksam wurde: So konnte er mit dem “Lied ohne Worte – Abgesang für symphonisches Blasorchester“ im Kompositionswettbewerb des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg 2001 den 1. Preis für sich beanspruchen. Das von ihm dort eingereichte Werk, welches am 14. September 2002 in der Stadthalle Hockenheim uraufgeführt wurde, zeichnet sich durch ein ideenreiches Klangbild aus. Spätestens hier dürfte deutlich werden, dass die Blasmusik längst nicht mehr nur auf dem Gebiet der traditionellen Volksmusik angesiedelt ist, sondern es sich bei den heutzutage dominierenden Formationen um reale symphonische Orchester handelt.

Der “Epitaph (2001–09–11) for Clarinet, Trumpet and Strings“ mit dem Titel “Black Tuesday“,

der sich mit einer sehr subtilen Tonsprache auf die tragischen Ereignisse des “11. September 2001“ in New York bezieht, wurde 2002 mit einem Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen gefördert.

Weiterhin errang Klaus-Peter Schneegass mit seiner “Fantasía para piano“ aus dem Klavierminidrama

“El triunfo de la Confederación“, das am 30. September 2003 in Paris, das – wie so viele seiner Klavierwerke – von seiner Frau, der Pianistin Minako Schneegass, uraufgeführt wurde,

im “7° Concorso Internazionale di Musica ‘Città di Pavia‘ 2002“ den 2. Preis; der 1. Preis wurde nicht vergeben.

Ebenfalls 2002 wurde Schneegass Preisträger des Dritten Bremer Komponistenwettbewerbes,

der einen Auftrag zur Erstellung einer Komposition für Laienensemble beinhaltete:

Die hierbei entstandene spielerische Suite für Blasorchester “Unter dem Regenbogen“ erlebte anlässlich des “Frühlingstages der Freilichtmusik“ am 17. Mai 2003 in Bremerhaven ihre Uraufführung.

Gleichfalls im Jahre 2003 erhielt Klaus-Peter Schneegass die Möglichkeit eines Aufenthaltsstipendiums an der “Cité Internationale des Arts“ in Paris.

Auch an der “Dessauer Musikwerkstatt“ war er mit seiner Frau Minako Schneegass mehrfach maßgeblich beteiligt: in Form von Komponisten-Portraits, Workshops und Klavierabenden. Aufgrund seiner Vorträge und Konzertaktivitäten in Japan wurde Schneegass zum Gastdozenten an der Osaka University of Arts. Die daraus resultierenden kulturwissenschaftlichen Studien zum Thema  “Futurismus (‘Die Zukunft begann vor hundert Jahren‘) – Avantgarde – multimediales Gesamtkunstwerk – interdisziplinärer Netfuturismus“ bewogen Klaus-Peter Schneegass in Zusammenarbeit mit Nero Nevini zur aktiven Teilnahme an der interfuturistischen Werkschau “MONOMO“ im Dezember 2008 in Rom, wo seine “SurFuDaistischen Zahlen-Gedichte“ ausgestellt wurden. Schließlich sollte noch Erwähnung finden, dass Schneegass sich auch als Autor hervorgetan hat:

Er ist zugleich Preisträger des “1. Bremer Literaturwettbewerbes“.

In der Anthologie des “1. Bremer Poesie-/Prosa-Projektes 2003“, die im Donat-Verlag erschienen ist, wurde sein prämiertes Gedicht “Eismacht“ veröffentlicht.

Die düster-groteske Gedichtsammlung “Neronen-Allergie“ sowie die sechs Kurzgeschichten “Familienglück“ (2008) vervollständigen das Bild dieses vielseitig kreativen Künstlers.

Klaus-Peter Schneegass