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Der Komponist Patrice Chopard wurde am 28. März 1953 in Zürich geboren, wo er auch 1977 sein erstes Diplom zum Gitarrenlehrer als Schüler von Spiros Thomatos ablegte.

Die Zeit, die Chopard nach seiner Diplomierung in Irland verbrachte, wo er irische Harfenmusik arrangierte und veröffentlichte, wurde ebenso wie mehrere Aufenthalte auf irischen und schottischen Inseln zu einer Quelle für Kompositionen, die von Eindrücken und Klangerlebnissen aus diesen Breiten inspiriert sind.

Als Beispiele sollen hier nur "Windharp", "Airs and Islands", "Irish Suite" oder die "Kleine Suite über ein irisches Volkslied" genannt sein.

Komposition studierte Chopard zunächst bei Hans Ulrich Lehmann an der Hochschule für Musik in Zürich und anschließend an der Musikhochschule in Kopenhagen bei Ib Nørholm.

In Zürich und Kopenhagen entstanden Werke für unterschiedliche kammermusikalische Besetzungen und Bühnenmusiken. In der Universität Hamburg studierte er Musikwissenschaften und Skandinavistik gefolgt von einer Fortbildung im Fach Kulturmanagement in Georgsmarienhütte.

Patrice Chopard, der seit 1973 immer wieder als Gitarrenlehrer arbeitete, erhielt 1984 einen Lehrauftrag für Gitarre an der Universität Bremen, welchen er bis 1992 innehatte.

Seit 1990 war er in den Bereichen Kulturpädagogik und Projektmanagement in seiner Wahlheimat Bremen aktiv, wo er auch noch ab 1996 als Vorsitzender des Arbeitskreises Bremer Komponisten und Komponistinnen e. V. tätig war.

Außerdem hat Chopard als Musikjournalist, Musikwissenschaftler und Übersetzer gearbeitet. In seiner Bremer Zeit entstanden u. a. die Werke "Schneeliedetüde", "Wasser für die Stadt" und "Wolken".

Als erster Stadtteilkomponist der Region komponierte er hier seinen dritten Liederzyklus, welcher den Alltag der Bevölkerung und die Atmosphäre der Stadt am Strom einfängt.

Chopards Musik zeichnet sich durch ihre Klarheit in der Komposition aus.

Er verzichtet konsequent auf allzu reglementierende Eintragungen im musikalischen Bereich,

ohne eine Genauigkeit in der Notation und Interpretation seiner Musik zu vernachlässigen, die schon dadurch erreicht wird, dass seine Affinität zur skandinavischen Musik in seinen Kompositionen hörbar wird und es dem Interpreten erlaubt, einmal selbst mental in die Landschaft, das Licht und in die sagenumwobene Welt der nordischen Länder eintauchen zu können.

In seinem Zyklus "Wolken" ist diese besonders gut erlebbar.

Hier benutzt er folkloristisches Material und arbeitet dieses in seine Kompositionen ein ohne es zu zerstören oder "neu erfinden" zu müssen.

1999 wurde in Dänemark Chopards Buch über den dänischen Komponisten Ib Nørholm veröffentlicht.

Weitere Beiträge zur nordischen Musik erscheinen in Skandinavien und Deutschland.

Um dem nordischen Kulturraum wieder näher zu sein, zog Patrice Chopard 2001 in die Grenzstadt Flensburg, wo er als Komponist und Musikpädagoge tätig ist.

Sein Werk "River and Fjord" wurde 2003 in Berlin durch den Gitarristen Ivan Tanzil uraufgeführt. Zahlreiche Musiken Chopards wurden in der Schweiz, in Deutschland, Dänemark, England, Spanien und Grönland aufgeführt und gesendet.

Stellvertretend für die vielen Interpreten der Werke von Patrice Chopard seien hier genannt:

Jean François de Guise, Christoph Hansen, Darlén Bakke und Erling Møldrup, dem die Kompositionen „Windharp und Lobosiano“ gewidmet sind.

Patrice Chopard